
Als Nachfolgeprodukt der Wandteppiche
haben die Tapeten im Rahmen der Wohnraumgestaltung eine sehr lange Tradition.
So liegen die Ursprünge der auch heute noch üblichen Papiertapete im
16. Jahrhundert. Im 11. Jahrhundert verschönerten die Menschen die Wände
ihres Wohnraums noch mit Leder, ab dem 13. Jahrhundert mit gefärbtem
Pergament, im 14. Jahrhundert mit Stoff.
Tapeten werden heutzutage aus verschiedenen Materialien gefertigt, zum Beispiel aus Zellulose, Kunststoff oder Glasgewebe. Seltener entscheidet man sich auch für eine besonders edle Art des Tapezierens mit Leder-, Leinwand- oder Goldledertapeten.
Neben den Produkten mit einer glatten Oberfläche gibt es auch die so genannten Raufasertapeten, die eine mehr oder weniger regelmäßige Struktur aufweisen sowie die Textilstrukturtapeten. Die an und für sich zumeist weiß gefärbten Raufasertapeten werden rein aus Zellulose gefertigt und finden sich in sehr vielen Wohnhäusern. Sie lassen sich sehr einfach mit einer beliebigen Farbe übermalen.
Bei den Strukturtapeten wurden mehrere Papierlagen mit einer Prägewalze miteinander verbunden. Die Strukturtapeten können entweder mit verschiedenen Motiven versehen oder einfarbig und überstreichbar gefertigt sein.
Insbesondere zur Einrichtung von Kinderzimmern sind die Mustertapeten sehr beliebt. Die mit verschiedenen Motiven erhältlichen Mustertapeten erlauben eine Wohnraumgestaltung, die den individuellen Vorstellungen entspricht. Die überstreichbare Glasgewebetapete ist die mitunter strapazierfähigste Art der Tapete, während die hochwertige Vliestapete aus einer atmungsaktiven Textilfaser-Zellulose-Mischung besteht. Darüber hinaus gibt es noch die Kunststofftapeten, die nicht selten eine aufgeschäumte Struktur aus Vinyl besitzen, die Fototapeten, die China-Grastapeten, die Seidentapeten, die Metalleffekttapeten, die Lacktapeten sowie die Isoliertapeten. Die Auswahl ist nahezu unerschöpflich.
Für welches der vielen dargebotenen Produkte man sich letztendlich entscheidet, ist Geschmackssache. Diesbezüglich sollte die verwendete Tapete zum Stil der übrigen Wohnungseinrichtung passen. Denn ein super modern geschnittenes Mobiliar, das dem Raum eine schlichte Eleganz verleiht, passt einfach nicht zu einer altmodisch geblümten Tapete. Auch wenn eine Motivtapete den persönlichen Geschmack treffen sollte, ist hier eine einfarbige Tapete, bzw. ein einfarbiger Putz oftmals vorteilhafter.
Tapeten werden mit einem speziellen Tapetenkleister an die Wand geklebt. Manche Menschen besitzen die Eigenart, beim Tapezieren die bereits vorhandenen Tapeten einfach zu überkleben. Sinnvoller ist jedoch das vorherige Entfernen alter Tapetenreste, da es bei mehreren Tapetenschichten im Laufe der Zeit zu unschönen Wölbungen kommen kann, wenn sich der dicke Tapetenwulst auf Grund äußerer Einflüsse, zum Beispiel durch Hitze oder Feuchtigkeit, von der Wand löst.
Zum Tapezieren benötigt man einen speziellen Tisch, der den langen Tapetenbahnen ausreichend Platz bietet. Die Tapeten werden so zugeschnitten, indem zu der der Wandhöhe entsprechenden Länge am unteren Teil vier und am oberen Teil sechs Zentimeter hinzugerechnet werden. Die zugeschnittene Tapetenbahn wird im Anschluss daran mit der Musterseite nach unten auf dem Tisch ausgebreitet.
Zum gleichmäßigen Bestreichen der Tapetenrückseite wird der Kleister entweder selbst angerührt oder als Fertigprodukt genutzt. Das Bestreichen erfolgt mit einem breiten Tapezierpinsel, der im Baumarkt erhältlich ist. Man sollte diesbezüglich unbedingt darauf achten, dass auch die Ränder genügend Leim abbekommen. Anschließend empfiehlt sich ein Einweichen des Kleisters. Dies geschieht, indem die Tapetenbahn für etwa eine Viertelstunde zusammengeklappt gelagert wird. Erst dann kann die Tapete auf die Wand geklebt werden. Hierbei ist zu beachten, dass man an der oberen Kante beginnt und die Tapete im Anschluss daran vorsichtig Schritt für Schritt in Richtung Boden durch Streichbewegungen fixiert. Diesbezüglich ist es wichtig, dass sich keine Blasen bilden. Mit einem scharfen Tapeziermesser werden dann die überstehenden Teile am Boden und an der Decke abgeschnitten.
Tipps, wie man seinen Umzug clever organisiert, findet man unter www.clever-umziehen.info
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